Brennen, Jucken, Fremdkörpergefühl oder tränende Augen trotz Tropfen können Hinweise auf Trockene Augen sein. Im Rahmen unserer Spezialsprechstunde für das Trockene Augen untersuchen wir in unserer Praxis gezielt den Tränenfilm, die Augenoberfläche und die Meibomdrüsen, um die Ursache Ihrer Beschwerden zu erkennen und eine passende Behandlung zu planen.
Montag: 08:00 – 12:00 Uhr
Dienstag: 08:00 – 12:00 Uhr und 14:00 – 17:00 Uhr
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Trockene Augen können sich durch unterschiedliche Leiden bemerkbar machen. Zu den typischen Beschwerden gehören:
Die Ursachen für trockene Augen sind verschieden. Häufige Ursachen sind ein instabiler Tränenfilm, eine zu schnell verdunstende Tränenflüssigkeit oder Probleme mit den Meibomdrüsen an den Lidern. Eine genaue Untersuchung hilft, die Ursachen einzuordnen und die Behandlung entsprechend auszurichten.
Wenn die schützende Lipidschicht am Tränenfilm verändert oder zu dünn ist, dann verdunstet die Tränenflüssigkeit schneller. Die Folge ist eine unzureichend benetzte Augenoberfläche, die gereizt reagieren kann.
Die Meibomdrüsen liegen in Ober- und Unterlied und produzieren den fettigen Bestandteil des Tränenfilms. Wenn die Funktion dieser Drüsen gestört oder das Sekret zäh ist, dann kann die Lipidschicht ihre Schutzfunktion nicht ausreichend erfüllen.
Wenn zu wenig wässrige Tränenflüssigkeit gebildet wird, dann reicht die Tränenmenge entsprechend nicht aus, um die Augenoberfläche dauerhaft zu befeuchten.
Entzündungen, sowie Verkrustungen oder Ablagerungen am Lidrand können sich negativ auf die Funktion der Meibomdrüsen auswirken. Auch lange Bildschirmzeiten, seltenes Blinzeln, trockene Raumluft, bestimmte Medikamente oder andere Erkrankungen können trockene Augen begünstigen.
Die Grundlage der Behandlung bei trockenen Augen ist die genaue Ursachenanalyse. Dabei gehen wir bei uns in der Augenarztpraxis nicht nur von den Beschwerden aus, sondern untersuchen Augenoberfläche, Tränenfilm, Lidrand und Meibomdrüsen. So können wir gezielt beurteilen, welche Maßnahmen für Sie sinnvoll sind – von der passenden Lidrandpflege bis hin zu modernen Behandlungsmöglichkeiten wie IPL, LLLT oder einer Meibomdrüsen-Expression.
Die NIBUT (Non-Invasive Break-Up Time) misst berührungsfrei, wie lange der Tränenfilm nach einem Lidschlag stabil bleibt. Ein frühzeitiges Aufreißen kann auf eine Störung des Tränenfilms hinweisen.
Die Lipidschicht schützt die Tränenflüssigkeit vor zu schneller Verdunstung. Mit der Interferometrie werden Struktur und Eigenschaften dieser äußeren Tränenfilmschicht beurteilt. Veränderungen können Hinweise auf eine Funktionsstörung der Meibomdrüsen geben.
Die Höhe des Tränenmeniskus am unteren Lidrand liefert Hinweise auf die vorhandene Tränenmenge. Dadurch kann besser beurteilt werden, ob neben einer erhöhten Verdunstung auch eine verminderte Tränenproduktion eine Rolle spielt.
Mit der Meibographie lassen sich die im Ober- und Unterlid liegenden Meibomdrüsen berührungsfrei darstellen. So können strukturelle Veränderungen und ein möglicher Drüsenverlust erkannt und dokumentiert werden.
Auch für die Behandlung von trockenen Augen gilt: Nicht jede Behandlung ist für jeden Patienten gleichermaßen geeignet. Entscheidend sind Ursache, Ausprägung und individuelle Befunde, weshalb zuerst die Diagnostik mit ärztlicher Beurteilung. Anschließend wird festgelegt, welche Maßnahmen zur Behandlung des trockenen Auges sinnvoll sind.
Die IPL-Therapie ist eine moderne Behandlungsmöglichkeit insbesondere bei evaporativem Trockenen Auge und Meibomdrüsen-Dysfunktion. Dabei werden kontrollierte Lichtimpulse im Bereich unterhalb der Augenlider abgegeben. Die Behandlung kann entzündliche Prozesse am Lidrand beeinflussen und die Funktion der Meibomdrüsen unterstützen. Ziel ist es, die Qualität der Lipidschicht zu verbessern, die Verdunstung der Tränenflüssigkeit zu reduzieren und den Tränenfilm zu stabilisieren. In der Regel erfolgt die Behandlung als Serie mehrerer Sitzungen. Ob IPL geeignet ist, wird anhand des individuellen Befundes entschieden.
Die LLLT ist eine nicht-invasive Lichttherapie, die ergänzend zur IPL-Therapie eingesetzt werden kann. Dabei wird das Lid- und Augenareal mit niedrigenergetischem Licht behandelt. Die Lichtanwendung soll regenerative Prozesse unterstützen und kann insbesondere bei Veränderungen der Meibomdrüsen und der Lidrandregion eine sinnvolle Ergänzung des Behandlungskonzeptes darstellen. Häufig werden IPL und LLLT kombiniert, wenn der individuelle Befund dies sinnvoll erscheinen lässt.
Bei einer Meibomdrüsen-Dysfunktion kann das Sekret in den Drüsen verdickt oder gestaut sein. Bei der Meibomdrüsen-Expression werden die betroffenen Drüsen gezielt und kontrolliert entleert. Dadurch kann angestautes Sekret entfernt und die Abgabe der für den Tränenfilm wichtigen Lipide unterstützt werden. Die Expression kann je nach Befund ergänzend zu IPL, LLLT und der häuslichen Lidpflege eingesetzt werden.
Ablagerungen, Verkrustungen und Biofilm am Lidrand können eine chronische Reizung und Blepharitis begünstigen. Bei der professionellen Lidrandreinigung mit BlephEx werden Lidränder und Wimpernansätze gezielt mechanisch gereinigt. Ziel ist es, störende Ablagerungen zu entfernen und die Lidrandhygiene zu verbessern. Die Behandlung kann insbesondere bei Blepharitis und ausgeprägten Ablagerungen eine sinnvolle Ergänzung der weiteren Therapie sein.
Trocken Augen können verschiedene Ursachen haben, deshalb ist eine sorgfältige Untersuchung wichtig. In unserer Augenarztpraxis analysieren wir gezielt Tränenfilm, Lidrand und Meibomdrüsen und besprechen mit Ihnen, welche Behandlung für Sie sinnvoll ist.
Facharzt für Augenheilkunde Philipp Ranewski
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